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12.01.2012

"Maskenmörder" kommt möglicherweise bald frei

Der wegen Mordes an der zwölfjährigen Vanessa aus Gersthofen verurteilte "Maskenmörder“ könnte schon bald auf freien Fuß kommen,- sollte keine nachträgliche Sicherungsverwahrung angeordnet werden. 2003 wurde der damals 19-jährige Lehrling zu zehn Jahren Jugendstrafe verurteilt, weil er im Jahr zuvor am Rosenmontag in das Elternhaus des Mädchens eingestiegen war und dieses im Schlaf mit 21 Messerstichen getötet hat. Der junge Mann hatte zum Tatzeitpunkt eine Totenmaske auf, daher nannte man ihn den Maskenmörder.

Seit neun Jahren sitzt Michael W. nun für diese Bluttat hinter Gitter. Der vorsitzende Richter drückte damals bei der Urteilsverkündung sein Bedauern aus, dass zehn Jahre der Höchststrafe entsprechen und das vielleicht viel zu kurz ist. Er sagte: "Wir haben die Höchstgrenze nicht festgesetzt. Alles andere ist Sache der Politik." – jetzt kommt Michael W. in den nächsten Monaten möglicherweise frei. Ein Mann der 2003 ein Mädchen aus heimtückischrn und aus niederen Beweggründen getötet hatte, weil er – wie er selbst sagte-  "Herr über Leben und Tod spielen" wollte.