Finanzskandal in Landsberg
Nur 40 Kilometer von Augsburg entfernt, bahnt sich ein Finanzskandal an. Die Stadt Landsberg soll in den vergangnen sieben Jahren mit riskanten Geldgeschäften rund 2,5 Millionen Euro verloren haben. Noch am Vormittag will Landsbergs Oberbürgermeister Lehmann vor die Presse treten und die näheren Umstände des Debakels erläutern.
Im Jahr 2004 habe die Stadt Landsberg beschlossen moderne Finanzinstrumente, so genannte Derivate einzusetzen, um so bestehende Kredite und Darlehen zu steuern. Durch die nachfolgenden Geschäfte ist der Stadt ein erheblicher Schaden entstanden. Schon im Frühjahr bahnte sich das Debakel an. Denn es zeichnete sich ab, dass in der Kämmerei Geschäfte abgeschlossen worden waren, die durch den Stadtratsbeschluss nicht gedeckt waren. Oberbürgermeister Lehmann fordert nun deshalb eine lückenlose Aufklärung. In seiner Presseerklärung schließt er ein Disziplinarverfahren gegen den verantwortlichen Kämmerer nicht aus.

