Landsberger Finanzskandal: Kämmer habe "in bestem Glauben an die vollständige Rechtmäßigkeit“ gehandelt
Im Landsberger Finanzskandal hat der Kämmerer den Vorwürfen widersprochen, er habe Oberbürgermeister und Stadtrat nicht über die Zinstauschgeschäfte informiert, die jetzt zu einem Millionenschaden geführt haben. Er habe sie zudem – so wörtlich „in bestem Glauben an die vollständige Rechtmäßigkeit“ getätigt. Wie berichtet soll der Landsberger Kämmerer mit Termingeschäften spekuliert und dabei 2,5 Millionen Euro in den Sand gesetzt haben – ohne Wissen des Stadtoberhauptes.
In der Stadtratssitzung am Mittwoch war die Sache ans Licht gekommen. Oberbürgermeister Ingo Lehmann hatte bereits im vergangenen Frühjahr von den riskanten Aktionen Wind bekommen und eine Wirtschaftskanzlei beauftragt, die Vorgänge zu überprüfen. Die Kanzlei kam zu dem Ergebnis, dass die von der Stadt Landsberg abgeschlossenen Verträge über sogenannte Finanzderivate kommunalrechtlich nicht zulässig waren.

