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07.12.2011

Prozess um teuersten Teppich der Welt

Weil ein Augsburger Auktionator den Wert des teuersten Teppichs der Welt nicht erkannt hat, muss er sich ab diesem Mittwoch vor dem Landgericht Augsburg verantworten. Die ehemalige Besitzerin aus der Nähe von Starnberg wirft dem Inhaber des Augsburger Auktionshauses vor, ihr sei durch sein Verschulden ein hoher Gewinn entgangen. Das Auktionshaus hatte das Erbstück auf 900 Euro taxiert. Zunächst war die Freude groß, als bei der Auktion dann über 19 000 Euro erzielt wurden. Tatsächlich hatte der Teppich aber einen Wert von über 7 Millionen Euro.

Auf Umwegen landete der Teppich aus dem 17. Jahrhundert, gefertigt in der iranischen Provinz Kerman, bei einem Hamburger Teppichhändler. Der Mann soll von einem Kenner einen Tipp bekommen haben, dass der Teppich viel mehr wert sei. So landete das wertvolle Stück bei Christie´s in London. Dort wurde er auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt. Tatsächlich steigerten sich die Interessenten ins Uferlose hoch und der Perserteppich erzielte 7,2 Millionen Euro. Die frühere Besitzerin klagt nun zunächst auf rund 350 000 Euro. Dabei handelt es sich vorläufig um eine „Teilklage“, die im Erfolgsfall einen weiteren Prozess nachziehen könnte.