Zdarsa versichert Weltbild-Mitarbeitern Unterstützung und Gesprächbereitschaft
Der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa hält die an ihn gerichteten Vorwürfe des Betriebsrates von Weltbild am Standort Augsburg für ungerecht. Er sorge sich natürlich um das Schicksal der Menschen, besonders um die am Standort Augsburg. Er betont in diesem Zusammenhang auch, dass besonders darauf geachtet werden müsse, wie der Standort Augsburg gesichert werden kann. Allerdings sei das Bistum Augsburg nur einer von 14 Gesellschaftern.
Der Beschluss, sich von der Weltbild-Gruppe zu trennen, sei eine Entscheidung aller gewesen. Die Bischöfe würden bei einem Verkauf - das betont Zdarsa - sehr auf die sozialethischen Aspekte achten. Zdarsa stimme auch der Äußerung des Münchner Erzbischofes Marx zu, dass die Sorge der Mitarbeiter genauso als eine „hochmoralische Frage“ anzusehen sei wie die Diskussion um das „eine oder andere umstrittene Buch“. Bislang habe er sich mit öffentlichen Äußerungen zurückgehalten, weil er die Situation durch eine weitere Stellungnahme nicht verkomplizieren wollte. Am Samstag, wenn Mitarbeiter eine Kundgebung zum Bischofshaus planen, könne er wegen eines lange geplanten Termins nicht anwesend sein, allerdings stehe er grundsätzlich für ein Gespräch bereit.

