Pilgerstadt Augsburg erinnert an Heiligen Jakobus
Der Heilige Jakobus spielt in Augsburg immer eine wichtigere Rolle als viele andere Heilige,– schließlich begegnet einem der Schutzpatron der Pilger sehr oft in Augsburg: in der Jakobervorstadt zum Beispiel, am Jakoberwall und am Jakobertor. An diesem Mittwoch, an seinem Namenstag, steht er aber ganz besonders im Fokus, vor allem im Rahmen der Jakober Kirchweih. Um 19 Uhr findet in der Jakobskirche ein ökumenischer Gottesdienst statt, danach eine Lesung und um 22 Uhr ein Nachtkonzert bei Kerzenschein.
Augsburg gilt seit jeher als Pilgerstation auf dem Weg nach Santiago de Compostela, wo der Heilige Jakobus begraben liegen soll. Pfarrer Hubert Ratzinger, der die Jakobus-Pilgergemeinschaft in Augsburg gegründet hat, sagt: Vieles hier erinnert noch an die zahlreichen Pilger von damals; zum Beispiel haben sich in der Jakober Vorstadt erstaunlich viele Notare niedergelassen, weil viele von ihren Pilgerreisen nicht mehr zurückgekehrt sind und hier noch ihr Testament gemacht haben. Auch die Jakober Kirchweih ist wohl ein Überbleibsel aus dem Mittelalter. Die Pilger haben sich in Augsburg immer noch mit Lebensmitteln eingedeckt, ehe sie der Weg weiter nach Santiago de Compostela führte. Der bayerisch-schwäbische Jakobsweg, der durch Augsburg führt, ist die Verlängerung des weltbekannten Weges nach Santiago de Compostela. Mehr zu den Pilgerwegen in der Region gibt es unter www.jakobuspilgermeinschaft-augsburg.de


