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09.01.2012

manroland kurz vor der Rettung?

Die Rettung des insolventen Augsburger Druckmaschinenherstellers manroland ist angeblich in greifbare Nähe gerückt. Laut Insolvenzverwalter Werner Schneider seien bislang zwar noch keine Unterschriften getätigt worden, allerdings seien weitere Interessenten hinzu gekommen. Derzeit liegen für alle drei Standorte von manroland – also in Augsburg, Offenbach und Plauen- “ernsthafte Interessenbekundungen vor”, so Werner Schneider. Bis Ende Januar will er das Unternehmen verkauft haben, denn am 1. Februar beginnt das eigentliche Insolvenzverfahren. Bis dahin zahlt die Agentur für Arbeit die Löhne der 6500 Mitarbeiter.

Eine Zerschlagung des Unternehmens ist Medienberichten zufolge unabwendbar. Der Standort Plauen war bisher Zentraler Standort für das Dienstleistungs-Geschäft und soll mit einem anderen Werk gebündelt werden. Der Augsburger Standort kann vermutlich erhalten bleiben. Ein angesehener industrieller Investor aus Deutschland, aber auch die chinesische Shanghai Electric sollen Interesse bekundet haben, heißt es. Allerdings – so berichtet es die Nachrichtenagentur Reuters – werden in Augsburg vermutlich in der Verwaltung größtenteils Stellen gestrichen. Denn: Bei einer Zerschlagung wird diese nicht mehr benötigt. In Augsburg arbeiten rund 2400 Menschen bei manroland, die meisten davon in der Verwaltung.