Diese Zellen, die eigentlich zum Schutz der Gefangenen dienen sollten, entpuppten sich als Orte der Qual. Die Gefangenen waren dort den Elementen schutzlos ausgeliefert und mussten unter unhygienischen Bedingungen leben. Als Toilette diente lediglich ein Loch im Boden. Zudem waren sie gezwungen, fast nackt zu bleiben und durften lediglich eine Papierwindel tragen.
Besonders erschreckend ist die Tatsache, dass die Zahl der Gefangenen, die in diesen Zellen untergebracht waren, seit 2023 deutlich angestiegen ist. Die Ermittlungen gegen 17 Bedienstete der JVA dauern an.
]]>Die Strafverteidiger kritisieren die Machtverhältnisse in Justizvollzugsanstalten. „Die Macht, die die Vollzugsbediensteten über das tägliche Leben der Gefangenen haben, kennt keine Grenzen“, heißt es in dem Schreiben. Die Vorfälle in Gablingen seien ein erschreckendes Beispiel dafür, dass Gefangene in Bayern keinen ausreichenden Schutz genießen.
Die Staatsanwaltschaft Augsburg ermittelt derzeit gegen zehn Mitarbeiter der JVA Gablingen, darunter auch die frühere stellvertretende Leiterin. Sie stehen im Verdacht, Häftlinge in sogenannten „besonders gesicherten Hafträumen“ misshandelt zu haben.
Die Strafverteidiger fordern unter anderem eine stärkere Überwachung der Justizvollzugsanstalten, mehr unabhängige Kontrollmechanismen und eine bessere Aufklärung von Straftaten im Vollzug. Zudem müsse die Rechtsposition von Gefangenen gestärkt werden.
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