„Mittelstand“ – Radio Augsburg https://www.radio-augsburg.de Thu, 15 Jan 2026 06:55:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Gefahr für den Mittelstand? IHK und HWK Schwaben warnen vor Reform der Erbschaftssteuer https://www.radio-augsburg.de/gefahr-fuer-den-mittelstand-ihk-und-hwk-schwaben-warnen-vor-reform-der-erbschaftssteuer-206853/ Thu, 15 Jan 2026 06:55:12 +0000 https://www.radio-augsburg.de/?p=206853 In der Debatte um die Reform der Erbschaftssteuer positionieren sich die regionalen Wirtschaftsmächte IHK Schwaben und die Handwerkskammer (HWK) Schwaben klar gegen die aktuellen Forderungen der SPD. Der Vorstoß, Betriebsvermögen künftig stärker zu besteuern, gefährde laut den Kammern das Fundament des schwäbischen Mittelstands.

Das Hauptargument der Wirtschaftsvertreter: Vermögenswerte wie Produktionsanlagen, Grundstücke und Lagerhallen sind kein liquides Kapital, sondern der notwendige Kern eines funktionierenden Betriebes. Eine höhere steuerliche Belastung im Erbfall könnte:

  • Unternehmen in existenzbedrohende finanzielle Schieflagen bringen.

  • Die notwendigen Investitionen in moderne Technik und Nachhaltigkeit blockieren.

  • Im schlimmsten Fall zur Abwanderung von Betrieben ins Ausland führen.

Besonders brisant ist die Diskussion aufgrund des demografischen Wandels. In den kommenden Jahren steht in zahlreichen Unternehmen in Schwaben der Generationswechsel aus Altersgründen an. Eine zusätzliche steuerliche Hürde würde diese ohnehin komplexe Phase der Betriebsübergabe erheblich erschweren.

Unterstützung erhalten die Kammern von höchster Stelle: Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Plänen der SPD vorerst eine klare Absage erteilt. Damit bleibt die aktuelle steuerliche Behandlung von Betriebsvermögen zwar ein politischer Zankapfel, eine kurzfristige Umsetzung der Verschärfungen scheint jedoch vom Tisch. Für die Unternehmer in der Region bedeutet dies vorerst Planungssicherheit für ihre Nachfolgekonzepte.

(Foto: Die IHK Schwaben am Theodor-Heuss-Platz in Schwaben)

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IHK Schwaben-Studie fordert mehr Arbeitszeit und Rentenreform gegen sinkende Produktivität https://www.radio-augsburg.de/ihk-schwaben-studie-fordert-mehr-arbeitszeit-und-rentenreform-gegen-sinkende-produktivitaet-140923/ Mon, 30 Jun 2025 04:57:58 +0000 https://www.radio-augsburg.de/?p=140923 Eine von der IHK Schwaben in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Deutschland mehr arbeiten muss, um demografischen Herausforderungen und sinkender Produktivität entgegenzuwirken. Um dies zu erreichen, schlägt die Studie vor, die abschlagsfreie Rente mit 63 abzuschaffen, den vorzeitigen Renteneintritt zu begrenzen und die Hinzuverdienstgrenze wieder einzuführen.

IHK-Präsident Reinhold Braun betonte bei der Vorstellung der Studie, dass ein zusätzlicher Arbeitstag pro Jahr volkswirtschaftlich mehr bringe als jede steuerfreie Überstundenprämie. Ein weiterer Fokus der Studie liegt auf der gezielten Fachkräftezuwanderung. Gerade der Mittelstand benötige unkomplizierte Lösungen zur Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland.

Zudem solle die Kinderbetreuung verbessert und Arbeitszeit nicht pro Tag, sondern pro Woche gemessen werden.

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Insolvenzen in Schwaben stabil: IHK sieht Unternehmen gut gerüstet https://www.radio-augsburg.de/insolvenzen-in-schwaben-stabil-ihk-praesident-sieht-unternehmen-gut-geruestet-42843/ Wed, 28 Aug 2024 05:05:33 +0000 https://www.radio-augsburg.de/?p=42843 Die schwäbische Wirtschaft zeigt sich robust: Trotz der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2023 nahezu konstant geblieben. Knapp 80 Unternehmen mussten in diesem Zeitraum Insolvenz anmelden.

IHK-Präsident Reinhold Braun führt diese Entwicklung auf die Weitsicht der überwiegend mittelständischen Familienunternehmen zurück. „Die schwäbischen Unternehmen verfügen über eine solide Finanzbasis und gute Kontakte zu Banken, was ihnen auch in schwierigen Zeiten den Zugang zu Kapital erleichtert“, so Braun.

Allerdings warnt der IHK-Präsident auch vor steigenden Finanzierungsrisiken. Immer mehr Unternehmen seien gezwungen, auf ihre Rücklagen zuzugreifen, um Investitionen zu tätigen oder Verluste auszugleichen. „Die Zinswende und die steigenden Energiekosten belasten die Unternehmensbudgets erheblich“, erklärt Braun.

Die deutsche Wirtschaft gibt insgesamt ein schwächeres Bild. Rückläufige Investitionen, steigende Abwanderung von Unternehmen ins Ausland und ein geringes Wirtschaftswachstum belasten die deutsche Konjunktur.

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