Bezirk Schwaben droht erneutes 100-Millionen-Euro-Defizit im Haushalt

11. Juli 2025 , 06:21 Uhr

Dem Haushalt des Bezirks Schwaben droht 2025 erneut ein 100-Millionen-Euro-Defizit, trotz höherer Einnahmen durch die Bezirksumlage. Steigende Personalkosten und Fachkräftemangel werden als Hauptursachen genannt, so die Finanzverwaltung.

Dem Haushalt 2025 des Bezirks Schwaben droht heuer womöglich wieder ein 100-Millionen-Euro-Defizit. Trotz höherer Einnahmen durch die Bezirksumlage bleibt die finanzielle Lage angespannt, berichtete die Finanzverwaltung am Donnerstag bei der Vorstellung ihrer Haushaltsprognose im Bezirksausschuss.

Es liegt vor allem an den steigenden Personalkosten, die in den letzten zwei Jahren um ein Viertel gestiegen sind. Aber auch Fachkräftemangel und steigende Standards belasten den Haushalt. „Immer mehr Menschen brauchen eine intensive Einzelbetreuung. Die höheren Bedarfe könnten oft nur mit viel Fachpersonal gedeckt werden, das an anderer Stelle fehlt“, sagt Bezirkstagspräsident Martin Seiler.

„Ohne auskömmlichere Finanzierung durch den Bund und den Freistaat wird es in Zukunft nicht mehr gehen. Der Bund beschließt teure Gesetze, die von den Kommunen umgesetzt und bezahlt werden müssen. Die Last muss gerechter verteilt werden,“ so Sailer.

Schon im vergangenen Jahr klaffte ein 100-Millionen Loch im Bezirkshaushalt.

Der Bezirk Schwaben konzentriert seine Aufgaben auf den Bereich Soziales und Gesundheit, Heimatpflege und Kultur sowie Jugend und Bildung und Naturschutzprojekte. Er übernimmt Aufgaben, die über die Zuständigkeiten der Gemeinden, Städte und Landkreise hinausgehen.

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