Bürgerbegehren für Augsburger Tram-Ring: „Herz-OP“ soll Nahverkehr entlasten

29. Januar 2026 , 12:37 Uhr

Mit dem Bürgerbegehren „Herz-OP für die Tram“ streben die ÖDP und der Altaugsburggesellschaft einen neuen Gleisbogen um die Altstadt an. Das Projekt soll durch einen Schienenring zwischen Staatstheater, Jakobertor und Rotem Tor die Zuverlässigkeit des Nahverkehrs sichern.

In Augsburg hat die Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren „Herz-OP für die Tram“ begonnen. Die Initiatoren, bestehend aus der ÖDP und der Altaugsburggesellschaft, fordern den Ausbau des Schienennetzes, um einen durchgehenden Ring um die historische Altstadt zu schließen. Christian Pettinger von der ÖDP

Konkret sollen neue Gleise auf der Strecke vom Staatstheater über das Jakobertor bis zum Roten Tor verlegt werden. Dieser geplante „Bypass“ soll als Entlastungsstrecke fungieren und einen fließenden Tramverkehr sicherstellen, falls es in der zentralen Innenstadt zu Blockaden kommt. Die geschätzten Kosten für die Realisierung belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro.

Die Vertreter des Bürgerbegehrens positionieren ihren Vorschlag als pragmatische und kostengünstigere Lösung im Vergleich zu alternativen Ideen der Stadtverwaltung. Konzepte wie eine Magnetschwebebahn oder autonome Taxis werden als derzeit unrealistisch eingestuft. Das Ziel der Initiative ist es, zeitnah einen funktionierenden und leistungsfähigen Nahverkehr für die Bevölkerung bereitzustellen, statt auf technologische Zukunftsvisionen zu warten.

Ab sofort können Augsburger für das Bürgerbegehren unterschreiben. Mindestens 10.750 Stimmen müssen die Initiatoren sammeln, damit das Begehren durchgeht und ein Bürgerentscheid stattfinden kann.

(Foto: Christian Pettinger und Maria Brandenstein von der ÖDP und Sebastian Berz und Regina Stuber-Schneider von der altaugsburggesellschaft)

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