Die Grüne Jugend Augsburg übt scharfe Kritik am im vergangenen Jahr von AfD-Mitgliedern gegründeten „Alternatives Jugendzentrum Augsburg“, kurz „Aljuza“. Während der eingetragene Verein laut Satzung die Förderung der politischen Bildung und des demokratischen Engagements zum Ziel hat, sehen Jugendorganisationen wie die Jusos, die Linksjugend und die Grüne Jugend darin eine Gefahr für junge Erwachsene. In einem offenen Brief wird das Alternative Jugendzentrum Augsburg als Anlaufstelle für rechtsradikale Gesinnungen bezeichnet, die unter dem Deckmantel des Diskurses agiere.
Ein zentraler Kritikpunkt der Verbände ist auch die personelle Zusammensetzung der Führungsriege. Demnach gehören dem Vorstand drei aktive Mitglieder der AfD an. Besonders die Rolle eines Mitarbeiters des Landtagsabgeordneten Andreas Jurca sorgt für Entrüstung: Die Jugendorganisationen verweisen darauf, dass dieser wegen Vergewaltigung verurteilt wurde. Laut Magnus Trinkwalder, Sprecher der Grünen Jugend, werde durch diese Personalie das Schutzbedürfnis Jugendlicher missachtet.
Während der Aljuza Verein seine Unabhängigkeit betont, bestätigte der Abgeordnete Andreas Jurca Vorwürfe bezüglich einer engen personellen Verflechtung zwischen dem Verein und der als teils gesichert rechtsextrem eingestuften AfD Jugend. Die Verbände fordern eine klare Abgrenzung und einen Boykott des Zentrums durch die Stadtgesellschaft.