Prozessstart in Augsburg: Motorradraser vom Klinkerberg vor Gericht

29. Januar 2026 , 06:26 Uhr

Nach einem schweren Unfall am Augsburger Klinkerberg beginnt die gerichtliche Aufarbeitung gegen einen Motorradfahrer. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, durch extreme Geschwindigkeit und rücksichtsloses Fahrverhalten einen Radfahrer lebensgefährlich verletzt zu haben.

Am Donnerstag beginnt vor dem Amtsgericht Augsburg der Prozess gegen einen Motorradfahrer nach einem schweren Verkehrsunfall im Bereich des Klinkerbergs. Dem Mann wird vorgeworfen, im September des vergangenen Jahres mit massiv überhöhter Geschwindigkeit die Steigung am Curt-Frenzel-Stadion befahren zu haben.

Laut Anklage befand sich der Motorradfahrer in einer extremen Schräglage, als er in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Das Motorrad schlitterte daraufhin von der eigenen Spur auf das Heck eines vorausfahrenden Fahrradfahrers. Der Radfahrer wurde durch die Wucht des Aufpralls vom Rad geschleudert und erlitt schwerste Verletzungen, darunter Knochenbrüche, Fleischwunden und diverse Traumata.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs sowie fahrlässige Körperverletzung in Verbindung mit einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen zur Last. Das Gericht hat nun zu klären, inwieweit das Fahrverhalten als illegales Einzelrennen einzustufen ist und welches Strafmaß für die schweren Folgen des Unfalls angemessen ist.

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