Am künftigen Augsburger Süchtigentreffpunkt „Forum St. Johannes“ wird mit der Eröffnung eine verbindliche Promille-Grenze von 1,0 für alle Besucher eingeführt. Diese Regelung dient primär als rechtliche Handhabe für das Personal, um bei aggressivem Verhalten konsequent einschreiten und den friedlichen Charakter der Einrichtung wahren zu können, so die Augsburger Allgemeine. Neben Beratungsangeboten soll vor Ort auch ein Café entstehen, das als niederschwelliger Begegnungsort für Hilfesuchende fungiert.
Nach aktuellem Planungsstand wird der Treffpunkt voraussichtlich zum 1. Juni oder 1. Juli 2026 seinen Betrieb aufnehmen – rund ein Jahr später als ursprünglich vorgesehen. Während die baulichen Maßnahmen im Inneren der ehemaligen Kirche bereits weitestgehend abgeschlossen sind, sorgt eine noch ausstehende Klage eines Anwohners für rechtliche Unsicherheit im Endspurt. Die Stadt Augsburg betont jedoch, dass das Konzept entscheidend zur Entlastung des nahegelegenen Helmut-Haller-Platzes beitragen soll. Ziel ist es, die Suchthilfe in Oberhausen zu professionalisieren und gleichzeitig die Sicherheit und Sauberkeit im direkten Wohnumfeld durch einen verstärkten Ordnungsdienst zu garantieren.