Die erste Phase des großen 48-Stunden-Streiks in Augsburg ist vorüber und hinterlässt ein ungewohntes Bild im Stadtbild: Seit dem Streikauftakt bewegen sich keine Straßenbahnen durch die Stadt, und auch die Busflotte der Stadtwerke Augsburg verharrt in den Depots. Doch das befürchtete große Chaos blieb weitestgehend aus. Offenbar hatten sich viele Pendler frühzeitig auf den Stillstand im Nahverkehr eingestellt.
An zentralen Orten wie dem Königsplatz oder dem Hauptbahnhof herrschte eine bemerkenswerte Ruhe. Statt voller Bahnsteige prägten leere Flächen das Bild, da viele Berufstätige kurzerhand ins Homeoffice wechselten oder sich einen freien Tag nahmen. Sogar in der sonst belebten Innenstadt war deutlich weniger Betrieb als an gewöhnlichen Werktagen. Um Engpässe bei Großereignissen abzufedern, wurden kreative Lösungen gefunden – so organisierte der FC Augsburg für seine Fans eigene Shuttlebusse zum Stadion. Der Aufruf der Gewerkschaft Ver.di zur Arbeitsniederlegung gilt noch bis Mitternacht gilt.