Der Aschermittwoch markiert im christlichen Kalender den offiziellen Abschluss der Faschingstage und den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit. In dieser Phase der Besinnung bereiten sich Gläubige auf das Osterfest vor, das in diesem Jahr auf den 5. April fällt. In den Kirchen der Region werden traditionelle Gottesdienste gefeiert, bei denen das Zeichnen eines Kreuzes aus Asche auf die Stirn oder das Bestreuen des Hauptes im Mittelpunkt steht.
Pfarrer Christoph Leutgäb aus Schwabmünchen betont die symbolische Tragweite dieses Rituals. Die Asche, gewonnen aus den verbrannten Palmzweigen des Vorjahres, steht für Vergänglichkeit und den Willen zur spirituellen Erneuerung. Diese Zeit des Verzichts und der Einkehr erstreckt sich über sechs Wochen und endet mit der Feier der Auferstehung am Ostersonntag. Die Tradition des Fastens wird dabei in der modernen Praxis oft individuell ausgelegt – neben dem Verzicht auf Lebensmittel stehen häufig auch bewusste Auszeiten von digitalen Medien oder Konsumgütern im Fokus.