Die Augsburger Innenstadt befindet sich im Wandel – und dieser Prozess wird nun strategisch gesteuert. Seit letztem Herbst läuft ein auf ein Jahr angelegtes Strategieprojekt, das definieren soll, wie das Zentrum in rund zehn Jahren aussehen wird. Am vergangenen Montagabend diskutierten Experten und Verantwortliche im Zeughaus über die nächsten Schritte. Baureferent Steffen Kercher (siehe Foto)
Wirtschaftsreferent Wolfgang Hübschle erklärt, inwiefern sich die Innenstadt Augsburgs wandelt:
Herausforderungen einer schnelllebigen Zeit
Der Zeitdruck ist enorm. Entwicklungen, für die man früher Jahrzehnte einplante, vollziehen sich heute in Rekordzeit:
Mobilität: Wo rund 70 Jahre lang Tankstellen reichten, mussten innerhalb von rund fünf Jahren flächendeckend E-Ladesäulen entstehen.
Handel: Der Online-Boom hat den stationären Einzelhandel durch die Pandemie in nur zwei Jahren so stark verändert, wie man es zuvor erst für 2035 erwartet hatte.
Gezielte Veränderung statt Stillstand
Baureferent Steffen Kercher sieht in den wegfallenden Ladenflächen eine Chance für neue Nutzungskonzepte.
Die Verwaltung wertet derzeit die Ideen aus den Workshops aus, um widersprüchliche Interessen – wie den Wunsch nach mehr Parkplätzen versus mehr Grünflächen und Radwegen – unter einen Hut zu bringen.
Bürgerbeteiligung ab Frühjahr 2026
Das Wichtigste für alle Augsburger: Die Planung findet nicht hinter verschlossenen Türen statt. Ab dem Frühjahr startet eine große Beteiligungsrunde. Über Online-Umfragen können Sie direkt mitentscheiden.
Sollen mehr Parks und Aufenthaltsflächen entstehen?
Wo werden neue Radwege benötigt?
Wie gehen wir mit dem Leerstand im Einzelhandel um?
Welche historischen Gebäude müssen geschützt, welche Flächen modernisiert werden?