Die Fraktion der Grünen im Bayerischen Landtag ist mit ihrem parlamentarischen Vorstoß gegen geplante Erdölbohrungen auf dem Lechfeld am Widerstand der anderen Fraktionen gescheitert. Im zuständigen Wirtschaftsausschuss lehnten die Vertreter von CSU, Freien Wählern und AfD den Antrag ab, der einen sofortigen Stopp von Probebohrungen sowie eine Verschärfung des Bergrechts vorsah. Ein zentraler Punkt des Entwurfs war zudem die Forderung, die Förderabgabe für Ölkonzerne auf mindestens 15 Prozent des Marktwerts anzuheben, um die Gewinnabschöpfung zugunsten des Staatshaushalts zu erhöhen. Die Staatsregierung rechtfertigte ihre Ablehnung damit, dass heimische Energiequellen in Zeiten unsicherer Weltmärkte einen unverzichtbaren Beitrag zur regionalen Versorgungssicherheit leisten würden.
Demgegenüber warnen die Grünen sowie Abgeordnete der SPD und verschiedene Umweltverbände vor unkalkulierbaren Risiken für das Grundwasser und die Natur im Landkreis Augsburg. Besonders in der Gemeinde Großaitingen, wo das Unternehmen Oneo neue Bohrungen plant, wächst der Widerstand in der Bevölkerung gegen die fossile Förderung. Trotz der parlamentarischen Niederlage kündigten Klimaschutzaktivisten an, den Druck auf die Genehmigungsbehörden hochzuhalten und verstärkt auf den Ausbau erneuerbarer Energien wie Geothermie zu drängen.