Aus für Bohr-Stopp: Grüne scheitern im Landtag mit Antrag gegen Lechfeld-Öl

24. März 2026 , 13:08 Uhr

Die Pläne für neue Erdölbohrungen auf dem Lechfeld bei Großaitingen bleiben bestehen. Im Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags stieß der Vorstoß der Grünen, die Explorationen zu stoppen und Ölkonzerne stärker zur Kasse zu bitten, auf geschlossene Ablehnung der Regierungskoalition und der AfD. Während Kritiker Umweltrisiken fürchten, setzt der Freistaat auf heimische Energie.

Die Fraktion der Grünen im Bayerischen Landtag ist mit ihrem parlamentarischen Vorstoß gegen geplante Erdölbohrungen auf dem Lechfeld am Widerstand der anderen Fraktionen gescheitert. Im zuständigen Wirtschaftsausschuss lehnten die Vertreter von CSU, Freien Wählern und AfD den Antrag ab, der einen sofortigen Stopp von Probebohrungen sowie eine Verschärfung des Bergrechts vorsah. Ein zentraler Punkt des Entwurfs war zudem die Forderung, die Förderabgabe für Ölkonzerne auf mindestens 15 Prozent des Marktwerts anzuheben, um die Gewinnabschöpfung zugunsten des Staatshaushalts zu erhöhen. Die Staatsregierung rechtfertigte ihre Ablehnung damit, dass heimische Energiequellen in Zeiten unsicherer Weltmärkte einen unverzichtbaren Beitrag zur regionalen Versorgungssicherheit leisten würden.

Demgegenüber warnen die Grünen sowie Abgeordnete der SPD und verschiedene Umweltverbände vor unkalkulierbaren Risiken für das Grundwasser und die Natur im Landkreis Augsburg. Besonders in der Gemeinde Großaitingen, wo das Unternehmen Oneo neue Bohrungen plant, wächst der Widerstand in der Bevölkerung gegen die fossile Förderung. Trotz der parlamentarischen Niederlage kündigten Klimaschutzaktivisten an, den Druck auf die Genehmigungsbehörden hochzuhalten und verstärkt auf den Ausbau erneuerbarer Energien wie Geothermie zu drängen.

Erdölbohrung Lechfeld 2026 Förderabgabe Erdöl Bayern Großaitingen Erdöl Probebohrung Grüne Bayern Ölbohrung Antrag heimische Energiequellen Bayern Max Deisenhofer Grüne Wirtschaftsausschuss Bayern Energie

Das könnte Dich auch interessieren

24.03.2026 Machtwechsel im Rathaus: So reagiert Augsburg auf den neuen OB Florian Freund Florian Freund wird neuer Oberbürgermeister von Augsburg. Nach einem intensiven Wahlkampf stimmte die Mehrheit der Augsburger für den Herausforderer. Wir haben die Stimmen der Bürger gesammelt, analysieren die Gründe für den Erfolg der SPD und blicken auf die ersten Reaktionen aus dem Rathaus und den sozialen Netzwerken. 24.03.2026 Südspange Schwabmünchen: Vollsperrung ab Montag für neuen Kreisverkehr Baustellen-Start an der Südspange: Für rund 800.000 Euro lässt der Freistaat Bayern die gefährliche Kreuzung in Schwabmünchen entschärfen. Neben dem neuen Kreisel werden 650 Meter Fahrbahn saniert und wichtige Leitungen verlegt. Wir berichten über die Dauer der Vollsperrung, die Kostenverteilung und warum dieser Umbau Leben retten soll. 24.03.2026 E-Mobilitäts-Offensive in Augsburg: swa verdoppeln Ladepunkte und führen neue Tarife ein Die Stadtwerke Augsburg (swa) schalten beim Thema Elektromobilität einen Gang höher: Bis Ende 2026 soll sich die Anzahl der eigenen Ladepunkte auf mindestens 200 verdoppeln. Parallel zum Netzausbau tritt am 1. April eine neue Tarifstruktur in Kraft, die mit Tag- und Nachtpreisen sowie Blockiergebühren für mehr Effizienz an den Ladesäulen sorgen soll. 24.03.2026 Premiere am Gaskessel: Staatstheater Augsburg eröffnet Sommerbühne am Gaswerk Kultur-Umbruch in Augsburg: Da die historische Freilichtbühne am Roten Tor wegen Baufälligkeit gesperrt werden musste, zieht das Staatstheater diesen Sommer in den Stadtteil Oberhausen um. Auf dem Gelände des Gaswerks entsteht eine moderne Open-Air-Spielstätte für 1.200 Zuschauer – den Auftakt macht das Kult-Musical „Monty Python’s Spamalot“.