Ein erschütternder Vorfall von Tieraussetzung beschäftigt aktuell den Tierschutz in Augsburg. Rund um das Dreikönigsfest wurden auf dem belebten Rathausplatz mehrere Katzen entdeckt, die dort von ihren Besitzern einfach zurückgelassen wurden. Passanten bemerkten die Tiere und verständigten umgehend das Tierheim Augsburg, das die verängstigten Vierbeiner in seine Obhut nahm.
Für die Tierschützer kommt dieser Vorfall leider nicht überraschend, aber er macht dennoch fassungslos. Jedes Jahr nach den Weihnachtsfeiertagen füllen sich die Tierheime mit Hunden, Katzen und Kleintieren, die zuvor als „süße Überraschung“ unter dem Christbaum lagen. Oft wird den Beteiligten erst nach den Feiertagen bewusst, welche Verantwortung und welche Kosten mit einem Haustier als Geschenk verbunden sind.
Das Tierheim Augsburg nimmt diesen aktuellen Fall zum Anlass, um erneut an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger zu appellieren. Ein Tier ist kein Sachgegenstand, der bei Nichtgefallen einfach „entsorgt“ werden kann. Die Aussetzung von Tieren ist zudem kein Kavaliersdelikt, sondern ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Die Mitarbeiter des Tierheims hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, um die Herkunft der Katzen zu klären, und bereiten die Tiere derweil auf eine hoffentlich dauerhafte Vermittlung in ein liebevolles Zuhause vor.