Nach sieben Jahren Planung soll der Bundestag bald über den Neubau der ICE-Strecke zwischen Ulm und Augsburg entscheiden. Laut der Augsburger Allgemeinen hat das Bundesverkehrsministerium die Unterlagen an das Parlament übergeben. Der schwäbische CSU-Abgeordnete und Verkehrsstaatssekretär Ulrich Lange spricht von einem entscheidenden Schritt. Er rechnet damit, dass der Bundestag bis zum Sommer grünes Licht für das Milliardenprojekt gibt. Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke soll größtenteils parallel zur A8 verlaufen. Die bestehende Bahnverbindung ist rund 170 Jahre alt und gehört zu den meistbefahrenen Strecken in Süddeutschland. Sie ist Teil der internationalen Achse von Paris über Wien bis nach Budapest. Ein Ausbau der alten Trasse für den ICE wurde verworfen – stattdessen ist ein Neubau geplant. Künftig sollen ICE-Züge mit bis zu 300 Stundenkilometern unterwegs sein. Die Fahrzeit zwischen Ulm und Augsburg würde sich von über 40 auf rund 26 Minuten verkürzen. Die bisherige Strecke bleibt erhalten und soll für den Regionalverkehr modernisiert werden.