In Augsburg scheint eine besorgniserregende Welle von Tieraussetzungen kein Ende zu nehmen. Nachdem erst am vergangenen Montag über einen traurigen Fund am Rathausplatz berichtet wurde, gibt es nun den nächsten Vorfall im Stadtteil Göggingen. An der dortigen Endhaltestelle entdeckten Passanten eine Transportbox, in der Katzen einfach zurückgelassen worden waren.
Das Tierheim LechArche hatte erst vor wenigen Tagen via Social Media auf ein ähnliches Schicksal aufmerksam gemacht: Pünktlich zum Dreikönigsfest war am Augsburger Rathaus ein Karton gefunden worden, in dem eine Katzenmutter mit ihren zwei Jungen ausharren musste. Dass nun so kurz darauf erneut Tiere in Göggingen „entsorgt“ wurden, sorgt für Entsetzen bei den Tierschützern.
Die Häufung der Fälle legt den Verdacht nahe, dass es sich um unüberlegte Weihnachtsgeschenke handelt, derer sich die Besitzer nun entledigen wollen. Das Tierheim betont erneut, dass das Aussetzen von Tieren kein Kavaliersdelikt ist und die Kapazitäten der regionalen Tierschutzstationen durch solche Vorfälle massiv belastet werden. Wer Hinweise zu den Personen geben kann, die die Transportbox in Göggingen abgestellt haben, wird gebeten, sich mit dem Tierheim oder der Polizei in Verbindung zu setzen.