Unabhängig vom Ausgang der Kommunalwahl am Sonntag hat die Handwerkskammer für Schwaben (HWK) einen Katalog mit zehn zentralen Forderungen an die künftigen Mitglieder der regionalen Parlamente formuliert. Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit des Handwerks durch gezielte kommunalpolitische Maßnahmen zu sichern.
Zu den Kernpunkten gehören die Beschleunigung von Baugenehmigungsverfahren, die Ausweisung von mehr Gewerbeflächen für Fachbetriebe sowie eine bevorzugte Berücksichtigung regionaler Unternehmen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge.
Um auch kleineren Betrieben die Teilnahme an Ausschreibungen zu ermöglichen, fordert die Kammer zudem vereinfachte Bewerbungsverfahren. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Senkung kommunaler Steuern, einer verbesserten Kommunikation bei Baustellen sowie der Schaffung von Ladezonen und Kundenparkplätzen. Auch die Digitalisierung der Verwaltung und eine Vereinfachung von Klimaschutzvorgaben stehen auf der Agenda. Zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses mahnt die HWK eine zeitgemäße Ausstattung von Berufsschulen und Werkstätten sowie bezahlbaren Wohnraum und eine verlässliche Kinderbetreuung an.
Laut Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben, können Handwerkerinnen und Handwerker wertvolle Erfahrung, Realismus und Pragmatismus in die Parlamente einbringen. Daher appelliert die Kammer an die Wählerschaft, bei der Stimmabgabe gezielt Vertreter aus dem Handwerk zu berücksichtigen.