Am Dienstagabend gegen 20:00 Uhr löste ein 17-jähriger Jugendlicher einen Polizeieinsatz am Augsburger Bahnhof aus. Der Jugendliche hielt sich mit einer Gruppe am Bahnhofsvorplatz auf und sprach einen 39-jährigen Mann an, um ihn zum gemeinsamen Rauchen einzuladen. Als der Angesprochene dies ablehnte, zog der 17-Jährige eine täuschend echt aussehende Waffe und bedrohte den Mann kurzzeitig. Im Anschluss entfernte sich die Gruppe in Richtung Königsplatz, ohne dass es zu weiteren Übergriffen kam.
Aufgrund der detaillierten Personenbeschreibung konnte die Polizei den Tatverdächtigen und seine Begleiter kurze Zeit später in der Bahnhofstraße antreffen. Bei der Durchsuchung erfolgte die Anscheinswaffe Sicherstellung, die sich als künstliches, aber gefährlich echt wirkendes Modell herausstellte. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest bei dem Jugendlichen ergab einen Wert von über 2,5 Promille.
Der Vorfall am belebten Bahnhofsvorplatz Vorfall verdeutlicht die Gefahren, die von sogenannten Anscheinswaffen ausgehen, da diese für Außenstehende und Einsatzkräfte kaum von echten Schusswaffen zu unterscheiden sind. Die Polizei ermittelt nun wegen Bedrohung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz, da das Führen solcher Gegenstände in der Öffentlichkeit streng untersagt ist.