Großrazzia in Augsburg und München: Millionenbetrug bei Sozialleistungen vermutet

05. Februar 2026 , 11:28 Uhr

Schlag gegen mutmaßliche Betrügerbande: Die Kriminalpolizei Augsburg hat am Donnerstagmorgen mehrere Objekte in Schwaben und Oberbayern durchsucht. Eine Familie soll durch illegale Untervermietung und Falschangaben einen sechsstelligen Schaden verursacht haben.

In einer konzertierten Aktion ist die Kriminalpolizei Augsburg heute Morgen gegen eine mutmaßliche Betrügerbande vorgegangen. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft wurden ab 06:00 Uhr insgesamt zwölf Objekte im Stadtgebiet Augsburg sowie im Raum München durchsucht. Die Razzia betraf mehrere Wohnhäuser sowie eine Gewerbeimmobilie und steht im Zusammenhang mit dem Verdacht auf banden- und gewerbsmäßigen Sozialleistungsbetrug.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Immobilien systematisch an Bezieher von Sozialleistungen untervermietet und dabei gegenüber den Ämtern falsche Angaben gemacht zu haben. Nach ersten Schätzungen der Ermittler entstand dadurch ein Vermögensschaden im mittleren sechsstelligen Bereich. Im Zuge des Einsatzes wurden vier Haftbefehle vollzogen. Im Fokus stehen insbesondere ein 49-jähriger Familienvater sowie seine beiden Söhne im Alter von 22 und 28 Jahren. Das Trio soll noch heute dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt werden, um über den Verbleib in Untersuchungshaft zu entscheiden.

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