Ein Jugendlicher, der im letzten Oktober an einer Friedberger Mittelschule zwei Schüler mit einem Hammer attackierte, muss sich ab Mai vor dem Landgericht Augsburg verantworten. Das hat die 2. Jugendkammer des Landgerichts entschieden.
Der damals 15-jährige Täter habe einen 14-jährigen irakischen-stämmigen und einen 13-jährigen Schüler mit kosovarischen Wurzeln angegriffen und sie mit dem Hammer auf Kopf und Körper geschlagen, so der Vorwurf. Er trug einen uniformähnlichen Anzug und einen Helm, der an die Wehrmacht erinnert.
Die Generalstaatsanwaltschaft München spricht von einem rassistischen Motiv und wertet die Angriffe als versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung, jeweils in zwei Fällen. Die Jugendkammer ließ die Anklageschrift unverändert zu und eröffnete das Verfahren gegen den Angeklagten. Für den gilt die Unschuldsvermutung. Die Hauptverhandlung wird voraussichtlich im Mai unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.