Harte Kritik am Stellenabbau bei Forvia (ehemals Faurecia)

12. Dezember 2025 , 14:33 Uhr

Massives Missmanagement und kein Interesse am Augsburger Standort. Es sind schwere Vorwürfe, die die IG Metall dem Automobilzulieferer Forvia, ehemals Faurecia macht. Das Unternehmen plant 116 Arbeitsplätze am Augsburger Standort abzubauen.

Die IG Metall übt scharfe Kritik am geplanten Stellenabbau beim Augsburger Automobilzulieferer Forvia, besser bekannt unter dem alten Namen Faurecia. Jonas Lang kritisiert vor allem die schlechte Kommunikation und nicht nachvollziehbare Entscheidung des Unternehmens:

 

Forvia, ehemals Faurecia hatte 2018 in Augsburg noch 1600 Arbeitsplätze, bis 2026 soll die Zahl auf 400 schrumpfen. Das Unternehmen begründet die Stellenstreichung mit den geplanten Verbrennerverbot und einem Produktionseinbruch in Europa.  Die IG Metall hält dagegen, dass die Belegschaft bereit zu einer Veränderung wäre um den Standort wieder rentabel zu machen, doch das Unternehmen würde sich dem versperren. Thomas Fischer, Betriebsrat und seit fast 40 Jahren Mitarbeiter von Faurecia.

Ziel ist ein sozialverträglicher Stellenabbau, aber noch können betriebsbedingte Kündigungen nicht ganz ausgeschlossen werden. Es ist nicht der erste Stellenabbau und die IG Metall befürchtet, dass der Augsburger Standort bald komplett geschlossen werden könnte.

2026 wird das Schicksalsjahr werden, denn Ende nächsten Jahres wird ein großer Auftrag auslaufen. Die IG Metall plant den öffentlichen Druck auf das Unternehmen zu erhöhen durch Protestaktionen vor den Toren.

Auch der Augsburger Wirtschaftsreferent Wolfgang Hübschle spricht von betrüblichen Nachrichten…

Hübschle ist also zuversichtlich, dass Augsburg ein starker und breit aufgestellter Wirtschaftsstandort bleibt.

Das könnte Dich auch interessieren

04.03.2026 Eilmeldung: Bombendrohung am Augsburger Hauptbahnhof - Sperrung aufgehoben Aufgrund eines laufenden Polizeigroßeinsatzes kommt es am Augsburger Hauptbahnhof aktuell zu massiven Beeinträchtigungen. Einsatzkräfte haben das Gelände teilweise abgesperrt; Reisende und Passanten müssen mit Einschränkungen rechnen. 04.03.2026 Anklage nach Hammer-Attacke in Friedberg: Generalstaatsanwaltschaft sieht rassistisches Motiv Nach dem Angriff auf zwei Schüler an einer Mittelschule in Friedberg hat die Generalstaatsanwaltschaft München offiziell Anklage gegen einen 15-Jährigen erhoben. Die Ermittler werfen dem Jugendlichen versuchten Mord vor und stufen die Tat als extremistisch und rassistisch motiviert ein. 04.03.2026 Offizielle Bestätigung: Wolf im Landkreis Donau-Ries nachgewiesen Nach einer Sichtung im Raum Möttingen hat das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) die Anwesenheit eines Wolfes im Landkreis Donau-Ries offiziell bestätigt. Bildaufnahmen einer Joggerin lieferten den entscheidenden Beleg für das Tier im Bereich zwischen Balgheim und Möttingen. 04.03.2026 Super E5 und Diesel knacken Zwei-Euro-Marke Der Konflikt im Iran treibt die Kosten für Autofahrer in der Region nach oben. Durch einen Preisvergleich lassen sich bis zu 30 Cent pro Liter sparen.