An der Augsburger Stadtmauer im Bereich des Roten Tors und der Freilichtbühne stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten bevor. Die im Jahr 1546 errichtete Eckbastion weist massive Schäden auf, so die Augsburger Allgemeine: Mauerschichten lösen sich voneinander, und es kommt vermehrt zu Ausbrüchen. Besonders kritisch ist die Lage dort, wo die Mauer als Hangstütze fungiert. An einem Aufgang in den Wallanlagen verhindert derzeit eine provisorische Holzkonstruktion, dass die Mauer unter dem Erddruck nachgibt. Die Kosten für die Instandsetzung werden auf knapp zwei Millionen Euro geschätzt.
Die Stadt plant, die ohnehin anstehende mehrjährige Spielpause der Freilichtbühne zu nutzen, um die Mauern im „Höfle“ und direkt über der Bühne ungestört zu sanieren. Laut Hochbauamt ist die Maßnahme alternativlos, da ein Sanierungsstau den Betrieb der Bühne nach deren eigener Modernisierung gefährden könnte. Da das Projekt derzeit noch nicht im Haushalt finanziert ist, wird eine Anmeldung für die kommenden Jahre angestrebt; ein Baubeginn im Jahr 2028 gilt als realistisch. Die Bauzeit wird voraussichtlich 1,5 bis zwei Jahre betragen.