Igel retten - aber richtig

16. Oktober 2024 , 15:49 Uhr

Nicht jeder Igel, der etwas mager aussieht, braucht automatisch Hilfe. Tipps dazu gibt das Friedberger Tierheim LechArche.

Wenn es dämmrig wird, entdeckt so mancher Augsburger den ein oder anderen Igel, wie er nach Nahrung stöbert. Noch bis Ende Oktober sind die stacheligen Tiere unterwegs und fressen sich ein Fettpolster an, um dann in den Winterschlaf zu gehen. Ein halbes Kilo müssen sie auf die Waage bringen, um über die kalte Jahreszeit zu kommen. Das schaffen nicht alle Igel in der Region, sagt Tierärztin Tonia Olson vom Friedberger Tierheim LechArche. Sie versorgt die Igel, die beim Tierheim abgegeben werden.

Aber: Nicht jeder Igel, der etwas mager aussieht, braucht automatisch Hilfe. Auch wenn der eigentlich nachtaktive Igel plötzlich am helllichten Tag unterwegs ist, kann man davon ausgehen, dass etwas nicht stimmt. Wenn er angefahren auf der Straße oder offensichtlich verletzt ist, braucht er definitiv Hilfe. Und sollte sich der Igel apathisch bewegen, auf einer Seite liegen und sich auch nicht einrollen, muss er medizinisch untersucht werden.

Findet jemand ein solches Tier, ist das Tierheim oder eine andere Anlaufstelle für Igelhilfe zu kontaktieren. Telefonisch wird geklärt, ob die Tiere nur Futter oder auch Medikamente brauchen und deshalb ins Tierheim müssen. Apropos Futter: Igel sind Insektenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Würmen und Weichtieren. Obst und Gemüse können sie nicht gut verdauen. Für Igel ideal ist hochwertiges Katzen-Feuchtfutter mit mindestens 60 Prozent Fleischanteil. Zu trinken brauchen die Tiere Wasser.

Nachdem die Igel vom Tierheim aufgepäppelt und fit für den Winter sind, setzt das Tierheim die stacheligen Tiere wieder in der Natur aus. Wenn jemand in Augsburg dazu einen geeigneten Garten oder eine ruhige Wohnumgebung hat, kann er sich zur Auswilderung beim Tierheim melden.

 

 

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