Gleich zwei Silbermedaillen holten die Augsburger Kanuten gestern am ersten Wettkampftag beim Weltcup Finale im Kanuslalom am Augsburger Eiskanal. Elena Lilik belegte im Kajak Einer der Damen den zweiten Platz. „Ich war sehr aufgeregt, denn die Strecke war sehr schwer. Aber die Zuschauer an den Banden waren großartig und haben mir sehr geholfen.“ Ihre Schwester Emily Apel (KSA) musste im Finale 50 plus 4 Sekunden Strafe hinnehmen und landete auf dem 12. Rang.
Noah Hegge schaffte es bei den Herren auf Platz zwei. „Ich bin glücklich, dass es einer Medaille gereicht hat. Die Zuschauer haben auch einen großen Anteil daran, denn sie haben mich voll gepuscht, wofür ich sehr dankbar bin.“ Hannes Aigner hatte seit einigen Tagen Rückenschmerzen, die ihm auch in seinen Rennen zu schaffen machten. Er paddelte mit sechs Strafsekunden auf Platz 8.
Eine Welt bracht gestern hingegen für Ricarda Funk zusammen, die in der Vorrunde zweimal patzte und es um 12 Hundertstel Sekunden nicht ins Finale schaffte. Damit hat sie auch den Weltcup-Gesamtsieg verpasst. „Ich bin nicht in das Rennen gekommen und dann kam noch ein Flüchtigkeitsfehler dazu, das ist schon bitter.“
Heute (Samstag) finden die Wettkämpfe der Damen und Herren im Canadier statt und am Sonntag ist noch die Disziplin Kajak Cross an der Reihe.
Der Deutsche Kanuverband hat im Rahmen des Weltcup-Finales in Augsburg mehrere Augsburger Sportler für ihre Leistungen bei den Olympischen Spielen geehrt. Elena Lilik und Noah Hegge, die olympisches Silber und Bronze geholt hatten, erhielten die Sportlerehrennadel in Gold, genauso wie Ricarda Funk, Hannes Aigner und Sideris Tasiadis. Stefan Hengst erhielt die Sportlerehrennadel in Silber. Die Trainer Thomas Apel, Paul Böckelmann und Klaus Pohlen erhielten ebenfalls die Sportlerehrennadel in Gold.