Am Freitag schaut Königsbrunn gespannt nach Berlin. Im Bundesrat steht eine weitreichende Initiative auf der Tagesordnung, die das Ziel hat, die Fahrzeug-Zulassungsverordnung zu liberalisieren. Kern des Vorstoßes: Mittelstädte mit mehr als 20.000 Einwohnern sollen künftig die Möglichkeit erhalten, eigene Unterscheidungskennzeichen einzuführen – unabhängig davon, ob es sich um historische Altkennzeichen handelt oder nicht.
Für Königsbrunn ist dies der entscheidende Schritt in einem Prozess, der bereits 2024 begann. Nachdem eine Online-Umfrage im Jahr 2025 eine deutliche Mehrheit von über 60 Prozent für das Kürzel „KÖB“ ergeben hatte, brachte der Freistaat Bayern die entsprechende Bundesratsinitiative auf den Weg. Unterstützt wird das Vorhaben von bundesweit über 100 Städten, die durch eigene Kennzeichen ihre regionale Identität und das Stadtmarketing stärken wollen. Sollte der Bundesrat der Initiative am Freitag zustimmen, müsste die Bundesregierung die Verordnung final anpassen. Damit könnten bereits im Laufe des Jahres 2026 die ersten Fahrzeuge mit dem neuen Heimat-Kürzel auf den Straßen im Landkreis Augsburg unterwegs sein.