Die Stadt Augsburg treibt nach jahrelangen intensiven Diskussionen den Neubau eines zentralen Römermuseums voran. Das geplante Museum soll bis Anfang der 2030er-Jahre auf dem Gelände des ehemaligen Augsburger Gefängnisses entstehen und die reiche römische Geschichte der Stadt angemessen würdigen. An diesem Montag steht das rund 60-Millionen-Euro-Projekt auf der Agenda des Kulturausschusses, während die finale Entscheidung des Stadtrats für den 11. Dezember terminiert ist. Die regierende schwarz-grüne Rathauskoalition hat bereits ihre volle Unterstützung für den Neubau des bedeutenden Kulturprojekts signalisiert.
Augsburg zählt zu den ältesten Städten Deutschlands und war als Augusta Vindelicum einst eine der wichtigsten römischen Siedlungen nördlich der Alpen. Seit der Schließung des alten Römermuseums im Jahr 2012 sind die wertvollen römischen Funde nur in einer Interimsausstellung zu sehen. Ein Großteil der archäologischen Schätze verbleibt jedoch weiterhin im Depot – darunter besonders spektakuläre Entdeckungen aus dem Stadtteil Oberhausen, die Archäologen als die bedeutendsten seit über 100 Jahren bezeichnen.