Am heutigen Dienstag wird am Amtsgericht Augsburg der Prozess gegen einen ehemaligen Mitarbeiter einer Kindertagesstätte in Friedberg fortgesetzt. Der Fall sorgt seit dem Prozessauftakt Mitte Januar für große Bestürzung in der Region.
Die Anklagepunkte: Dem Mann wird vorgeworfen, seine Stellung als Schutzbefohlener systematisch missbraucht zu haben. Die Staatsanwaltschaft legt ihm unter anderem folgende Taten zur Last:
Übergriffe in der Kita: Sowohl während eines Praktikums als auch in seiner späteren Zeit als angestellter Erzieher soll er Kinder gegen deren Willen umarmt, geküsst und unsittlich berührt haben.
Unerlaubte Aufnahmen: Er soll zudem heimlich Fotos von den ihm anvertrauten Kindern angefertigt haben.
Besitz illegaler Inhalte: Bei Hausdurchsuchungen wurden laut Ermittlern kinderpornografische Inhalte sowie Sexpuppen mit kindlichem Erscheinungsbild sichergestellt.
Verfahrensstand: Der Prozess begann bereits Mitte Januar und wird nun mit weiteren Zeugenaussagen und der Auswertung von Beweismitteln fortgeführt. Im Zentrum steht die Frage, wie die Taten über einen längeren Zeitraum unbemerkt bleiben konnten und inwieweit die Dokumentation auf den sichergestellten Geräten den Angeklagten belastet.
Dem ehemaligen Erzieher droht bei einer Verurteilung eine langjährige Haftstrafe sowie ein dauerhaftes Berufsverbot im Umgang mit Kindern und Jugendlichen.