Am ersten Prozesstag hat die Mutter des Opfers ausgesagt. Sie hatte den Notruf gewählt, nachdem ihre Enkelin sie angerufen und von der Bluttat erzählt hatte. Sie berichtet auch über das schwierige Verhältnis der Frau zu ihrem Ex-Partner, der das Opfer nach der Trennung gedemütigt, beschimpft und eingeschüchtert habe. Vor Gericht geht es um die Frage, ob der Ex-Partner den Angeklagten, der für ihn wie ein Ziehsohn gewesen sein soll, zum Mord ermutigt hat.
Er könnte dem Gericht nach dem mutmaßlichen Mörder der Mutter im Vorfeld die Anweisung gegeben haben, die Mutter zu beobachten und zu bespitzeln. Der mutmaßliche Mörder war ein enger Freund des Ex-Partners und war wohl extra von Landsberg am Lech nach Augsburg gezogen, um die Mutter bespitzeln zu können.
Vor Gericht bestreitet der Angeklagte die Tat. Gegen ihn sprechen allerdings DNA-Spuren. Auch berichtete die Ermordete vor der Tat, dass sie sich von dem Angeklagten bedroht fühle. Die Beziehung des Opfers zu ihrem Ex Partner war wohl eine komplizierte on-off-Beziehung: mehrfach habe die Mutter sich vom Ex-Partner getrennt, der als aufbrausend und eifersüchtig gilt. Als er sie schlug, hat sich die Mutter endgültig getrennt, danach hat der Mann sie wohl gestalkt.
Am Montag wird der Prozess fortgesetzt. Ein Urteil wird im Juni erwartet.