Mordprozess Haunstetten: Ex-Partner rückt in den Fokus

03. Februar 2026 , 10:30 Uhr

Am Augsburger Landgericht ist am Montag der Prozess um die ermordete dreifache Mutter aus Haunstetten gestartet. Auf der Anklagebank sitzt ein enger Freund des Ex-Partners der getöteten Frau, dem 29-Jährigen wird vorgeworfen sie ausspioniert und schließlich mit vier Schüssen in den Kopf regelrecht hingerichtet zu haben.

Am ersten Prozesstag hat die Mutter des Opfers ausgesagt. Sie hatte den Notruf gewählt, nachdem ihre Enkelin sie angerufen und von der Bluttat erzählt hatte. Sie berichtet auch über das schwierige Verhältnis der Frau zu ihrem Ex-Partner, der das Opfer nach der Trennung gedemütigt, beschimpft und eingeschüchtert habe. Vor Gericht geht es um die Frage, ob der Ex-Partner den Angeklagten, der für ihn wie ein Ziehsohn gewesen sein soll, zum Mord ermutigt hat.

Er könnte dem Gericht nach dem mutmaßlichen Mörder der Mutter im Vorfeld die Anweisung gegeben haben, die Mutter zu beobachten und zu bespitzeln. Der mutmaßliche Mörder war ein enger Freund des Ex-Partners und war wohl extra von Landsberg am Lech nach Augsburg gezogen, um die Mutter bespitzeln zu können.

Vor Gericht bestreitet der Angeklagte die Tat. Gegen ihn sprechen allerdings DNA-Spuren. Auch berichtete die Ermordete vor der Tat, dass sie sich von dem Angeklagten bedroht fühle. Die Beziehung des Opfers zu ihrem Ex Partner war wohl eine komplizierte on-off-Beziehung: mehrfach habe die Mutter sich vom Ex-Partner getrennt, der als aufbrausend und eifersüchtig gilt. Als er sie schlug, hat sich die Mutter endgültig getrennt, danach hat der Mann sie wohl gestalkt.

Am Montag wird der Prozess fortgesetzt. Ein Urteil wird im Juni erwartet.

Das könnte Dich auch interessieren

13.04.2026 Eier bei den Wanderfalken von St. Ulrich und Afra in Augsburg Die streng geschützten Wanderfalken in der Augsburger Innenstadt brüten wieder. Trotz schwieriger Witterungsbedingungen im März ist das Paar nun bei der Aufzucht der nächsten Generation angelangt. 13.04.2026 Trotz Verkehrsstreik: Seniorennachmittag am Augsburger Plärrer findet wie geplant statt Trotz Streiks am Dienstag im Augsburger Nahverkehr halten die Veranstalter am geplanten Seniorennachmittag fest. Die Organisatoren bemühen sich um alternative Lösungen, damit die Teilnehmer den Veranstaltungsort sicher erreichen können. 13.04.2026 Augsburgerin Alana Grimminger im Rennen um bayerische Bierkönigin Augsburgerin Alana Grimminger hofft auf Unterstützung bei der Wahl zur bayerischen Bierkönigin 2026. Das Online-Voting läuft. 13.04.2026 Prozessauftakt wegen Untreue: Mitarbeiter der Stadt Augsburg vor Gericht Drei städtische Angestellte müssen sich wegen des Vorwurfs der Untreue vor dem Amtsgericht Augsburg verantworten. Im Fokus stehen unrechtmäßige Sonderzahlungen im Bestattungswesen, die zu einem erheblichen finanziellen Schaden für die Stadtkasse führten.