Nach Razzia im City Club: Betreiber und Organisationen erheben schwere Vorwürfe

03. Februar 2026 , 06:17 Uhr

Nach dem massiven Polizeieinsatz im Augsburger City Club wehrt sich der Betreiber gegen das Vorgehen und kritisiert eine mangelnde Verhältnismäßigkeit. Während die Polizei Drogenfunde vermeldet, berichten Betroffene von gewaltsamen Durchsuchungen und entwürdigenden Maßnahmen.

Nach der großangelegten Razzia im Augsburger City Club hat der Betreiber schwere Vorwürfe gegen das Vorgehen der Einsatzkräfte erhoben. Laut seinen Angaben wurde ihm ein Durchsuchungsbeschluss trotz mehrfacher Nachfrage erst nach dem fünfstündigen Einsatz ausgehändigt. Zudem wird kritisiert, dass sich die Polizei zu Räumlichkeiten gewaltsam mit Rammböcken Zutritt verschaffte, obwohl das Holen von Schlüsseln angeboten worden war. Betroffen waren demnach auch Räume dritter Organisationen wie des Theaters „Theter“, das Bilder von durchwühlten Zimmern als Beleg für die Zerstörungen vorlegte. Während die Polizei die Sicherstellung von Kokain, Amphetaminen und Bargeld meldete, betont der Betreiber, dass bei ihm und seinem Team keine Drogen gefunden wurden. Die Kritik von SPD und Grünen an der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen wird durch Berichte über teils entwürdigende Durchsuchungen der Gäste weiter befeuert.

(Foto: Bilder eines l, laut theter, von der Polizei durchsuchten Raums)

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