Das Polizeipräsidium hat sich zu den Vorwürfen bezüglich der Razzia im Augsburger City Club geäußert und das Vorgehen der rund 200 Einsatzkräfte verteidigt. Laut Polizeiangaben wurden bei der Durchsuchung etwa 50 Päckchen mit Kokain und Amphetaminen sichergestellt, woraufhin gegen 50 Personen Strafverfahren eingeleitet wurden. Das gewaltsame Öffnen von Türen wurde als notwendiges taktisches Mittel bezeichnet, um den Überraschungseffekt zu wahren und die Beseitigung von Beweismitteln zu verhindern. Das Abwarten auf Schlüssel sei in solchen Situationen nicht praktikabel.
Hinsichtlich der Kritik an Leibesvisitationen stellte die Polizei klar, dass sich nur jene Personen vollständig entkleiden mussten, bei denen bereits erste Drogenfunde in der Kleidung gemacht worden waren. Die Nutzung von Sturmhauben wurde mit der notwendigen Anonymisierung der Beamten begründet. Zudem wiesen die Verantwortlichen Vorwürfe zurück, der Toilettengang sei verwehrt worden. Zwei anwesende Minderjährige seien prioritär kontrolliert und anschließend unmittelbar entlassen worden. Hintergrund des Einsatzes waren langjährige Berichte über offenen Drogenkonsum und Handel in dem linksalternativ geprägten Club.