Das Augsburger Tierheim LechArche stößt derzeit an Grenzen. Grund dafür ist eine Häufung von extremen Tierschutzfällen in der Region. Besonders schockierend: Ein massiver Fall von Animal Hoarding Anfang Februar, bei dem insgesamt rund 300 Tiere entdeckt wurden. Die LechArche hat aus diesem Fall vor allem zahlreiche Hunde übernommen und bemüht sich nun um deren medizinische Versorgung und Weitervermittlung.
Tierpflegerin Nathalie Gaugel berichtet zudem von der dramatischen Situation bei Kleintieren wie Meerschweinchen, die oft unter katastrophalen hygienischen Bedingungen gehalten wurden. Doch die traurigen Nachrichten reißen nicht ab: Vor wenigen Tagen wurde eine ausgesetzte Hündin in einem derart schlechten Gesundheitszustand gefunden, dass jede Hilfe zu spät kam – das Tier verstarb trotz intensiver Pflege.
Wer die Tiere unter diesen Bedingungen gehalten oder die Hündin schutzlos ausgesetzt hat, ist bislang völlig unklar. Die Leitung der LechArche hat die Ermittlungen aufgenommen und setzt nun auf die Mithilfe der Bevölkerung:
Wer hat im Raum Augsburg verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit ausgesetzten Hunden gemacht?
Wer kann Hinweise zu Personen geben, die eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Kleintieren oder Hunden hielten und diese plötzlich „verloren“ haben?
Hinweise können direkt an das Tierheim oder die örtliche Polizeidienststelle gemeldet werden.