Am Donnerstag beginnt am Amtsgericht Augsburg ein Prozess gegen einen Mann, der sich unter Vorspiegelung falscher Qualifikationen eine Anstellung in einem Augsburger Unternehmen verschafft haben soll. Der Angeklagte gab an, ein Diplom in Mathematik mit der Note 1,0 sowie einen Doktortitel in Wirtschaftsmathematik zu besitzen. Zur Untermauerung seiner Angaben legte er laut Anklage entsprechende gefälschte Urkunden und Zeugnisse vor.
Auf Basis dieser Täuschung war der Mann von Dezember 2023 bis Oktober 2024 bei der betroffenen Firma angestellt, bis das Arbeitsverhältnis durch eine außerordentliche Kündigung beendet wurde. Über das Gehalt hinaus bezog der Angeklagte umfangreiche Sachleistungen, darunter ein MacBook, ein iPad sowie einen Firmenwagen. Diese Gegenstände wurden trotz Aufforderung bis heute nicht an das Unternehmen zurückgegeben.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann nun Betrug in Tateinheit mit Urkundenfälschung, Missbrauch von Titeln sowie Unterschlagung vor. Dieser Fall ist nicht der erste seiner Art in der Region: Erst im vergangenen Dezember wurde in Augsburg gegen einen angeblichen Informatiker verhandelt, der sich mit gefälschten Dokumenten eine Stelle am Universitätsklinikum Augsburg erschlichen hatte.