Der Bezirkstag von Schwaben hat in seiner jüngsten Sitzung im Kloster Irsee die Weichen für das Finanzjahr 2026 gestellt. Angesichts explodierender Kosten im sozialen Sektor wurde ein Rekordhaushalt verabschiedet.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
Hebesatz: Die Bezirksumlage steigt um 1,9 Prozentpunkte auf nun 26,9 Prozent.
Gesamtvolumen: Der Haushalt umfasst erstmals rund 1,24 Milliarden Euro.
Kreditaufnahme: Zur Deckung der Kosten werden neue Kredite in Höhe von 9,4 Millionen Euro aufgenommen.
Soziales als Hauptkostenträger:
Der Kern des Haushalts bleibt die soziale Sicherung. Beeindruckende 94 Prozent des Verwaltungshaushalts fließen in diesen Bereich. Die Gründe für den kontinuierlichen Anstieg der Ausgaben sind vielfältig:
Gesetzlich vorgeschriebene Pflichtleistungen.
Gestiegene Tarifkosten für das Personal.
Ein generell wachsender Unterstützungsbedarf in der Bevölkerung.
Spagat zwischen Notwendigkeit und Rücksicht:
Bezirkstagspräsident Martin Sailer machte deutlich, dass die finanzielle Lage trotz höherer Zuweisungen vom Freistaat Bayern äußerst angespannt bleibt. Dennoch habe man sich bewusst gegen eine noch deutlichere Erhöhung der Umlage entschieden. Ziel sei es gewesen, die Landkreise, Städte und Gemeinden, die diese Umlage finanzieren müssen, nicht über Gebühr zu belasten. Laut Sailer bestehe kaum noch Spielraum für weitere Einsparungen, ohne Kernaufgaben zu gefährden.