Sie sind robust, wetterfest und mit ihren zotteligen Haaren ein richtiger Hingucker: Schottische Hochlandrinder. Elf Mutterkühe mit ihren Kälbern sowie ein Bulle weiden seit Beginn dieser Woche auf ökologisch wertvollen Heideflächen im Landschaftsschutzgebiet „Lechauen Nord“. Die Flächen befinden sich unter einer Hochspannungsleitung der LEW Verteilnetz (LVN). Sie wurden von der LVN vor einigen Jahren als Ausgleichsfläche für die darüber verlaufende Leitung bereit gestellt.
„Mittlerweile haben sich hier sehr viele seltene Tier- und Pflanzenarten der Lechheiden angesiedelt, wie zum Beispiel der Kreuzenzian, die Hummel-Ragwurz oder die Schlingnatter“, freut sich Nicolas Liebig, Geschäftsführer beim Landschaftspflegeverband. „Um die Artenvielfalt dauerhaft zu erhalten, brauchen wir tierische Unterstützung“, erklärt Liebig. Die robusten Schottischen Hochlandrinder sind ideale Landschaftspfleger. Sie halten hochwachsende Gräser und aufkommende Sträucher kurz. Auf diese Weide sorgen sie dafür, dass die licht- und wärmebedürftigen Bewohner ideale Bedingungen vorfinden.
Der Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg hat das Beweidungskonzept erstellt und der LVN einen geeigneten Tierhalter Landwirt vermittelt. Die Rinder werden nun drei bis vier Wochen auf der Fläche ihre Arbeit erledigen.