Ein geschichtsträchtiges Areal steht vor einer neuen militärischen bzw. logistischen Nutzung: Das Gelände auf dem Lerchenberg bei Zusamaltheim soll reaktiviert werden.
Ideale Bedingungen in 32 Bunkern: Die Anlage besteht aus 32 Bunkern, die in den 1950er Jahren errichtet wurden. Dass sie nun wieder in den Fokus rücken, liegt an ihrer soliden Bauweise:
Konstruktion: Massiver Stahlbeton sorgt für Sicherheit.
Zustand: Die Innenräume sind komplett trocken und bereits mit einem Blitzschutznetz ausgestattet – Grundvoraussetzungen für die Lagerung von hochexplosiven Stoffen.
Internationales Interesse und Kapazitäten: Insgesamt könnten auf dem Gelände bis zu 900 Tonnen Munition untergebracht werden. Dabei handelt es sich nicht nur um Bestände aus Deutschland. Laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR) haben bereits andere NATO-Staaten, darunter Dänemark, konkretes Interesse angemeldet.
Lagerung und Entsorgung: Das Konzept sieht zwei Hauptnutzungsarten vor:
Lagerung: Sicherer Aufbewahrungsort für aktive Munitionsbestände.
Entsorgung: In den Bunkern sollen spezielle Öfen installiert werden, um alte Munition direkt vor Ort kontrolliert zu verbrennen und damit unschädlich zu machen.
Nächste Schritte und Genehmigung: Bevor der Betrieb starten kann, müssen noch formale und bauliche Hürden genommen werden. Das Projekt benötigt eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz. Zudem muss die äußere Sicherheit durch die Instandsetzung der Umzäunung wiederhergestellt werden. Geplanter Start des Vorhabens ist voraussichtlich das Jahr 2026.