Das Klimacamp kehrt für einen befristeten Zeitraum in das Augsburger Stadtbild zurück. Anfang Juni planen Umweltaktivisten, für rund eine Woche im Wittelsbacher Park in unmittelbarer Nähe zum Hotelturm ihre Zelte aufzuschlagen. Ziel der Aktion ist es, auf die aus Sicht der Organisatoren unzureichende Umsetzung von Klimazielen durch die Stadtverwaltung und die Bundesregierung hinzuweisen. Während auf nationaler Ebene insbesondere die Revision des Gebäudeenergiegesetzes kritisiert wird, stehen lokal die Fahrradstadt Augsburg Kritik sowie die Qualität des öffentlichen Personennahverkehrs im Mittelpunkt der Proteste.
Ein zentraler Streitpunkt ist der Augsburger Fahrradvertrag, der als Resultat eines Bürgerbegehrens geschlossen wurde und in diesem Jahr ausläuft. Die Aktivisten werfen der Stadtspitze vor, die vereinbarten Ziele des Vertrags nicht vollständig erfüllt zu haben. Die geplante Aktionswoche knüpft an die Tradition des Klimacamps an, das von 2021 bis 2024 den Rathausplatz prägte und dort für kontroversen Gesprächsstoff sorgte. Durch den neuen Standort im Wittelsbacher Park soll die Debatte um den Radentscheid Augsburg Vertrag und den notwendigen ÖPNV Ausbau Augsburg erneut belebt werden. Für den Klimaschutz Stadt Augsburg fordern die Teilnehmer deutlich entschlossenere Maßnahmen, um die gesetzten Meilensteine zeitgerecht zu erreichen. Das Klimacamp Augsburg 2026 versteht sich dabei als zeitlich begrenztes Mahnmal für eine konsequente Verkehrswende.