Der Holocaust, der Völkermord an mehr als sechs Millionen Juden durch die Nationalsozialisten, ist eines der schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Am internationalen Shoa-Gedenktag (27. Januar) laden das Bistum Augsburg und die Israelitische Kultusgemeinde zu einer Veranstaltung mit Vorträgen und einem Künstlergespräch ins Augsburger Haus St. Ulrich. Im Zentrum dabei steht ein Porträt des Stuttgarter Künstlers Massimiliano Pironti eines Holocaust-Überlebenden (siehe Foto), über das der Schweizer Kunsthistorker Oliver Class referiert:
Anders als viele Bilder von ausgemergelten, geschundenen Holocaust-Opfern zeigt dieses Porträt einen würdevollen alten Mann, dessen Narben zwar noch auf den erlebten Horror hinweisen, dessen Liebe zum Leben aber den Hass überwunden hat. Seine Erinnerung soll zu einer versöhnten Zukunft beitragen.
Es ist wichtig, dass wir uns an das Schicksal der Opfer erinnern. Auch anhand von Bildern, denn es gibt immer weniger lebende Zeitzeugen, sagt Class.
Der Shoa-Gedenktag unter dem Motto „Um nicht zu vergessen“ beginnt am 27. Januar um 18:30 Uhr im Augsburger Haus St. Ulrich. Der Eintritt kostet 6 Euro. Schüler und Studenten erhalten freien Eintritt.
Eine Anmeldung ist erbeten unter akademisches-forum@bistum-augsburg.de