Das Sicherheitskonzept des vergangenen Augsburger Christkindlesmarktes wird im Rahmen einer offiziellen Nachbesprechung untersucht. Wie die Stadt gegenüber der Wochenzeitung „Die Zeit“ mitteilte, sollen dabei mögliche Optimierungen geprüft werden. Im Zentrum der öffentlichen Debatte stehen die mobilen Poller, die aufgrund der durchfahrenden Straßenbahnen bis zu 40 Mal pro Stunde von Sicherheitspersonal verschoben werden mussten.
Dieser hohe operative Aufwand entwickelte sich zu einem viralen Phänomen: In sozialen Netzwerken, Fernsehbeiträgen und sogar eigens entwickelten Computerspielen wurde das Vorgehen bundesweit thematisiert und teilweise verspottet. Die mediale Aufmerksamkeit fokussierte sich dabei auf die logistische Herausforderung, die Sicherheit des Marktes mit dem fließenden ÖPNV-Verkehr zu vereinbaren.
Trotz der Kritik ziehen Oberbürgermeisterin Eva Weber und Ordnungsreferent Frank Pintsch ein grundsätzlich positives Fazit. Das Konzept sei sorgfältig abgestimmt gewesen und habe seinen Zweck zur Sicherung der Besucher erfüllt. Nach Einschätzung der Stadtspitze habe sich der Einsatz der Barrieren bewährt, auch wenn die operative Durchführung im Alltag sehr arbeitsintensiv war. Die Ergebnisse der anstehenden Nachbesprechung sollen dazu beitragen, die Effizienz künftiger Sicherheitsmaßnahmen am Augsburger Christkindlesmarkt weiter zu steigern.