Suche nach Ersatz für marode Freilichtbühne: Runder Tisch für Augsburger Kultursommer

02. Februar 2026 , 07:17 Uhr

Wegen akuter Baufälligkeit bleibt die Freilichtbühne am Roten Tor für die kommenden Spielzeiten geschlossen. Kulturreferent Jürgen Enninger soll nun gemeinsam mit Kulturschaffenden unkonventionelle Lösungen erarbeiten. Gleichzeitig steht Oberbürgermeisterin Eva Weber wegen der Informationspolitik in der Kritik.

Die Stadt Augsburg reagiert auf die kurzfristige Schließung der Freilichtbühne am Roten Tor mit einem breiten Dialogangebot. Oberbürgermeisterin Eva Weber hat Kulturreferent Jürgen Enninger beauftragt, einen „Runden Tisch“ zu organisieren. Ziel ist es, gemeinsam mit der Kulturszene alternative Spielorte für diese und die kommenden Spielzeiten zu finden. Unter dem Leitmotiv „Eine Stadt, viele Freilichtbühnen“ sollen dabei auch unkonventionelle Lösungen in Betracht gezogen werden. „Kultur darf nicht verschwinden“, betonte die Stadtverwaltung in einer offiziellen Pressemitteilung.

Die Sperrung der traditionsreichen Bühne war vergangene Woche unumgänglich geworden, nachdem Gutachten ergeben hatten, dass sowohl die Bühne als auch die Zuschauertribüne baufällig und somit gefährlich sind. Ein sicherer Spielbetrieb ist dort bis auf Weiteres nicht mehr möglich.

Die politische Opposition im Augsburger Stadtrat reagierte mit scharfer Kritik auf die Entwicklungen. Sie wirft der Stadtregierung unter OB Eva Weber vor, den maroden Zustand bereits seit langem gekannt und das Thema bewusst bis zur Kommunalwahl unter Verschluss gehalten zu haben. Die Suche nach Ersatzspielstätten steht nun unter hohem Zeitdruck, um den Kultursommer 2026 zu retten.

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