Der Verlust von Besteck, Tellern und Tassen stellt die bayerischen Studierendenwerke vor wachsende finanzielle Herausforderungen. In der Mensa der Universität Augsburg verschwinden jährlich rund 4.000 Besteckteile und etwa 3.400 Kaffeetassen. Laut Michael Noghero, Sprecher des Studierendenwerks Augsburg, summieren sich die Kosten für die notwendigen Nachbestellungen allein am Standort Augsburg auf rund 10.000 Euro pro Jahr – bayernweit liegen die Schäden oft im hohen fünfstelligen Bereich.
Obwohl es kuriose Einzelfälle gibt, in denen Studierende das entwendete Geschirr reumütig per Post zurückschicken, setzt das Studierendenwerk zur dauerhaften Problemlösung auf strukturelle Veränderungen. Ein zentraler Baustein ist die Einführung von digitalen Mehrwegsystemen und speziellen Rückgabestationen. Durch die Nutzung von Apps und Pfandsystemen für To-go-Verpackungen und Geschirr soll der Verbleib des Inventars besser nachverfolgt und die Hemmschwelle für die Mitnahme erhöht werden. Ziel ist es, die Betriebskosten stabil zu halten und die Nachhaltigkeit auf dem Campus zu fördern.