Urteil nach Belästigung im Augsburger Bus: Bewährungsstrafe für 27-jährigen Mann

13. Januar 2026 , 07:31 Uhr

Ein Fall von sexueller Belästigung im Augsburger öffentlichen Nahverkehr hat nun juristische Konsequenzen. Das Amtsgericht Augsburg verurteilte einen Mann zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung, nachdem er im vergangenen Jahr mehrere junge Mädchen in einem Linienbus bedrängt hatte.

Das Amtsgericht Augsburg hat ein rechtskräftiges Urteil gegen einen Mann gesprochen, der im Mai des vergangenen Jahres junge Mädchen im Augsburger Stadtgebiet belästigt hat. Der Verurteilte, ein afghanischer Staatsangehöriger, erhielt eine Freiheitsstrafe von 10 Monaten auf Bewährung.

Dem Verfahren lag ein Vorfall in einem Linienbus des Augsburger Nahverkehrs zugrunde. Laut Gericht hatte der Mann die jungen Mädchen zunächst angesprochen und anschließend massiv bedrängt. Dabei kam es zu körperlichen Übergriffen, bei denen er die Opfer gegen deren ausdrücklichen Willen an den Beinen und am Po berührte.

Mit dem nun vorliegenden Urteil folgt das Gericht der Einschätzung der Beweisaufnahme. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, was bedeutet, dass der Verurteilte unter strengen Auflagen steht und sich in den kommenden Monaten straffrei führen muss, um eine Haftstrafe zu vermeiden. Der Fall hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt und die Debatte über die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im ÖPNV erneut befeuert.

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