Die B 17 in und um Augsburg bleibt aufgrund des stetig gewachsenen Verkehrsaufkommens ein dauerhafter Schwerpunkt für Staus und Verzögerungen, so die Augsburger Allgemeine. Aktuelle Daten belegen, dass mittlerweile täglich bis zu 85.000 Fahrzeuge die Trasse nutzen, was die Kapazitätsgrenzen der ursprünglichen Planung weit überschreitet. Während die Fahrbahn auf Höhe Oberhausen in den 90er-Jahren für maximal 70.000 Autos konzipiert wurde, waren Abschnitte bei Göggingen und Pfersee in den 80ern lediglich auf 30.000 Fahrzeuge ausgelegt. Historische Analysen zeigen zudem, dass der vierspurige Ausbau in der Mitte der 90er-Jahre zu einer weiteren Verdichtung des Verkehrs geführt hat, statt die Situation nachhaltig zu entspannen. Experten weisen darauf hin, dass auch der geplante Ausbau der B2 zur Osttangente zwischen Mering und der A8 kaum Entlastung bringen wird, da der Hauptverkehrsstrom im Westen der Stadt verbleibt.
Die Zukunftsaussichten für Pendler verschlechtern sich durch geplante Infrastrukturmaßnahmen zusätzlich. Insbesondere der Ausbau der Einhausung und des Lärmschutzes auf Höhe Stadtbergen wird zu erheblichen Einschränkungen führen, da hierfür zeitweise in jeder Fahrtrichtung eine Fahrspur wegfällt. Angesichts steigender Einwohnerzahlen und der Befreiung von Ampelanlagen in bestimmten Abschnitten bleibt der Druck auf das Netz hoch. Die Verkehrsbelastung Augsburg wird somit trotz punktueller Optimierungen und Tempobegrenzungen ein kritisches Niveau behalten. Die B17 Augsburg Stau-Problematik erfordert langfristig neue Mobilitätskonzepte, da die bestehende Verkehrsplanung Augsburg West den aktuellen Realitäten kaum noch gerecht wird.