Überall in der Region sieht man wieder Kinder mit weißen Alben und schönen weißen Kleidern aufgeregt in die Kirche laufen. Eine Woche nach Ostern ist der Weiße Sonntag, der klassische Tag für Erstkommunionen. Aber woher kommt eigentlich der Name Weißer Sonntag? Von den weißen Kleidern der Erstkommunionskinder? Eva Fischer hat sich erkundigt.
Der 12. April ist aber nicht nur der Weiße Sonntag, wo traditionell viele Erstkommunionen stattfinden. Sondern es ist auch der Barmherzigkeitssonntag. Barmherzigkeit – laut Duden bedeutet das Engelsgüte, Mitfühlen, Milde und Nachsicht. Es ist ein Begriff, der vor allem von der christlichen Kirche geprägt ist. Die Barmherzigkeit Gottes steht am kommenden Sonntag besonders im Mittelpunkt. An diesem Tag sollen allen Katholiken, die beichten oder zur Kommunion gehen, ihre Sünden erlassen werden. In der Augsburger Basilika St. Ulrich und Afra findet ab 16 Uhr ein Gebetsnachmittag mit Beichtgelegenheit und einer Heiligen Messe statt.
Den Barmherzigkeitssonntag hat Papst Johannes Paul II im Jahr 2000 eingeführt. Er wird seitdem auf der ganzen Welt gefeiert, auch wenn er in der Bevölkerung noch nicht allzu große Bekanntheit genießt.