Corona-Scheinimpfungen in Wemding: Auslieferung des angeklagten Arztes aus Paraguay verzögert sich
Die deutsche Justiz bemüht sich weiterhin um die Überstellung eines Mediziners aus Paraguay, dem hunderte vorgetäuschte Corona-Schutzimpfungen vorgeworfen werden. Trotz der Festnahme im Ausland bleibt der genaue Zeitpunkt für einen Prozessbeginn in Deutschland aufgrund des komplexen Auslieferungsverfahrens ungewiss.

Die bayerische Justiz wartet weiterhin auf die Ergebnisse im Auslieferungsverfahren gegen einen 76-jährigen Arzt, der wegen massenhafter Corona-Scheinimpfungen angeklagt ist. Der Mediziner aus Wemding befindet sich derzeit in Paraguay unter Hausarrest, nachdem er im Jahr 2023 nicht zum Prozessauftakt erschienen war und daraufhin per internationalem Haftbefehl gesucht wurde. Laut der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg ist aktuell nicht absehbar, wie lange die Überstellung nach Deutschland noch andauern wird.
Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, im Jahr 2021 in seiner schwäbischen Praxis zahlreiche Schutzimpfungen lediglich vorgetäuscht zu haben. Den Ermittlungen zufolge verabreichte der Arzt leere Spritzen, stellte jedoch dennoch offizielle Impfnachweise aus. Insgesamt wird von mehr als 300 manipulierten Impfmanövern ausgegangen. Die Untersuchung wird von der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug im Gesundheitswesen geleitet, die den Fall seit dem Untertauchen des Mediziners verfolgt.
