Neue Vorwürfe im JVA-Skandal Augsburg-Gablingen: Ermittler prüfen fragwürdige Ausgaben
Im Skandal um die JVA Augsburg-Gablingen gibt es neue Ermittlungen wegen möglicher Untreue im Umgang mit öffentlichen Geldern. Im Fokus stehen unter anderem Ausgaben für ein Tontaubenschießen, teure Anschaffungen und ein Laser-Schießsystem.

Im Fall um die Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen gibt es neue Entwicklungen: Ermittler prüfen weitere Vorwürfe rund um den möglichen Umgang mit öffentlichen Geldern. Im Mittelpunkt steht dabei die frühere stellvertretende Gefängnisleiterin. Nach Angaben der Augsburger Allgemeine sollen unter anderem fragwürdige Ausgaben über die JVA abgerechnet worden sein. Dazu zählt dem Bericht zufolge ein Tontaubenschießen für Mitarbeiter, das mit mehr als 1.600 Euro zu Buche geschlagen haben soll. Auch teure Sonnenbrillen sowie ein Laser-Schießsystem im Wert von rund 25.000 Euro sollen Gegenstand der Prüfungen sein. Neben den Vorwürfen möglicher Untreue stehen weiterhin die Anschuldigungen im Raum, dass Gefangene in der JVA möglicherweise misshandelt worden sein könnten. Die Ermittlungen gegen frühere Verantwortliche dauern an. Bis zum Abschluss der Verfahren gilt die Unschuldsvermutung.
